Lexikon

Pädiatrie / Kinderheilkunde

Die Behandlung von Kindern ist ein wesentliches Teilgebiet der Ergotherapie. Sie kann bei allen Kindern und Jugendlichen verordnet werden, deren momentane Lebenssituation und Entwicklung in Bezug auf Selbständigkeit, Handlungsfähigkeit, Selbstwert, Kreativität und somit auch Lebensfreude eingeschränkt ist.

 

"Es gibt keine „Problemkinder“! Es gibt Kinder mit Problemen.
„Pro-bleme“ sind für uns. Wären sie gegen uns, wären es „Contra-bleme“."

(frei nach Töpperwien)

Anwendungsfelder der Ergotherapie in der Kinderheilkunde

Ergotherapie fördert Kinder z.B. bei

Störungen in der Motorik

  • Störungen des Körperschemas
  • Störungen des Körper-im-Raum Schemas (Orientierung)
  • Koordinationsstörungen
  • Entwicklungsstörungen
  • Tonusregulationsstörung (Körper-/Muskelspannung-Ungleichgewicht)
  • Störungen der Grob- ,Fein- und Graphomotorik (Stifthaltung etc.)
  • unangepasstes Bewegungsverhalten (z.B. motorische Unruhe)
  • Störungen der Bewegungs- Handlungsplanung (Dyspraxie).

Entwicklungsstörungen, –verzögerungen und verbundene Beeinträchtigungen

  • Lese- Rechtschreibschwäche
  • Rechenschwäche (Dyskalkulie)
  • Teilleistungsstörungen
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen
  • Gedächtnisstörungen.

Störungen der Wahrnehmungsfähigkeit und -verarbeitung (sensorische Integrationsstörungen)

  • Tiefensensibilität / Propriozeption
  • Haut / taktile Wahrnehmung
  • Gleichgewicht / vestibulär
  • Sehen - Hell / Dunkel, Farben / Formen
  • Hören - Klang, Tonhöhen, Lautstärke.

Verzögerungen in der Sozialentwicklung, der Beziehungsbildung und Kommunikationsfähigkeit

  • Verhaltensstörungen
  • Selbstwert/Selbstvertrauen
  • Nähe / Distanz
  • Umgang mit Konflikten
  • Frustration und Grenzen
  • Eigen- und Fremdwahrnehmung und –erwartung
  • Ängste
  • Kinder- und Jugendpsychiatrische Diagnosen.

 

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