Lexikon

Kindliche Entwicklung

Kinder suchen sich unbewusst Reize, um sich entwickeln zu können. Dabei werden schon vor der Geburt Informationen aus den Basissinnen erfahren und gespeichert. Die ersten Lebensjahre dienen durch die verschiedenen Entwicklungsphasen (stabile Bauch- Rücken- Seitlage, Rollen, Robben, Krabbeln, Sitzen, Stehen) hindurch dem Sammeln von Informationen, um den Körper und die Umwelt zu erfahren.

Diese Informationen werden verknüpft und gespeichert. Es entsteht die Basis für die weitere Entwicklung (Sprache, Aufmerksamkeit, soziales Verhalten, Lesen, Schreiben, Rechnen ect.). Das Sortieren von Wahrnehmungen in wichtig / unwichtig, die erhaltenen Informationen zu verbinden, zu vergleichen, um daraus eine sinnvolle Bewegung- Handlung- und Verhaltenantwort zu erschaffen, dieser Vorgang wird als sensorische Integration bezeichnet.

Funktioniert dieses System der Sinne nicht, wird die Interaktion zwischen dem Menschen und seinem Körper, sowie der Umwelt gestört. Der Körper und die Umwelt werden lückenhaft- verzerrt und/ oder undeutlich wahrgenommen. Daraus können sich individuelle Probleme ergeben, so dass es zu unverständlichem- unangepasstem Bewegungsverhalten, Lernverhalten oder Sozialverhalten führen kann. Wahrnehmungsstörungen prägen das Kind dauerhaft und beeinflussen seine gesamte Entwicklung.

Kinder sind nicht „verwachsen“. Sie eignen sich lediglich ein sehr konzentrations- und kraftraubendes Kompensationsverhalten an (wie z.B. der “Klassenclown“, der „Rowdie“ etc.).

 

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